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Unternehmensbeitrag / Interview

Jeder möchte älter werden, aber nicht alt

Von Luzerner Psychiatrie · 2016

Ein verständlicher Wunsch. Und dennoch müssen wir uns alle mit den altersbedingten Veränderungen auseinandersetzen.

Wie verändert sich der Mensch seelisch, geistig und körperlich, ohne dass eine ernste Krankheit den dritten Lebensabschnitt zusätzlich erschwert?

Die Vitalität, Kraft, Ausdauer, Antrieb, Leistungs- und Reaktionsfähigkeit nehmen langsam ab, ebenso wie die Konzentration, das Gedächtnis und das Lernvermögen – und das betrifft uns alle.

Weshalb ist der Alterungsprozess bei uns Menschen unterschiedlich?

Nicht nur erbliche, genetisch fixierte Faktoren bestimmen den Prozess. Der soziale Werdegang, positive wie negative Erlebnisse und ein selbstprovoziertes Fehlverhalten wie etwa eine stressintensive Lebensweise ohne Entlastung oder der übermässige Gebrauch von Genussmitteln und Medikamenten sind weitere Faktoren.  Die individuelle Einstellung und die Lebensart bezüglich des Umgangs mit den Herausforderungen des Lebens, zählen. Denn vorbestehende Persönlichkeitszüge können die psychische Anpassung an die zweite Lebenshälfte erschweren. Sehr starre und zwanghafte Charaktere können sich schwerer an altersbedingte Veränderungen wie Pensionierung oder Milieu-Wechsel anpassen. Stark ichbezogene Persönlichkeiten ertragen die Einsamkeit im Alter schlechter. Viele fühlen sich Schicksalsschlägen hilflos ausgesetzt, wie etwa dem Verlust des Partners oder einer wichtigen Bezugsperson.

Sind Depressionen möglich?

Depressive Verstimmungen im Alter sind nicht selten. Auch im höheren Alter lohnt es sich, bei psychischen Problemen professionelle Hilfe zu holen. Grundlage eines «selbstbestimmten» Älter-werdens ist das Erhalten oder Wiedererlangen der Gesundheit, auch der seelischen.

Welche Strategien fördern die Gesundheit im Alter?

Sich körperlich und geistig betätigen. Man muss keinen Marathon mehr laufen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die verbliebenen Kräfte zu aktivieren und zu trainieren. Die geistige Haltung hat einen grossen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Das Leben akzeptieren, offen für Neues sein und nicht den Humor verlieren  – das ist ganz wichtig.

Im Interview

Marion Reichert Hutzli
Leitende Ärztin
Ambulante Alters­psychiatrie
Luzerner Psychiatrie
T: +41 (0)58 856 55 55

www.lups.ch