Altersvorsorge

Früher in Pension? Eigenverantwortung gefragt!

Von Mark Krüger · 2019

Viele Schweizer würden sich gerne vorzeitig pensionieren lassen. Das zeigt das Vorsorgebarometer der Genossenschaftsbank Raiffeisen. Dabei darf eines nicht ausser Acht gelassen werden: die richtige Vorsorge.

Es gibt so einige Klüfte, die zwischen Arm und Reich etwa, aber auch die zwischen den Erwartungen an die dritte Lebensphase und ihrer tatsächlichen Vorbereitung darauf. Diese wird laut dem vor Kurzem veröffentlichten Vorsorgebarometer der Genossenschaftsbank Raiffeisen immer grösser.

Aktuell: «besorgniserregende» Situation

Der Gesamtwert des Barometers sank von 587 Punkten auf 533 Punkte von möglichen 1‘000 Punkten. Das zeige ein «besorgniserregendes» Bild der finanziellen Vorsorge in der Schweiz, heisst es im Bericht. Der Wunsch jedes dritten Schweizers, früher in Pension zu gehen, ist verständlich. Auch sind sie sich laut Vorsorgebarometer darüber bewusst, dass damit ein höherer Bedarf an finanziellen Mitteln einhergeht. Allerdings würden die Schweizer zu wenig tun, um diesen Bedarf decken zu können. Die Vorbereitung auf die dritte Lebensphase sei «mangelhaft». Laut Raiffeisen zahlt die Bevölkerung zwar mehr in die dritte Säule ein, doch der Anteil von Menschen ohne dritte Säule sei immer noch beachtlich. Heisst: Jeder vierte Schweizer im Alter von 18 bis 65 Jahren besitzt keine Säule 3a.

Bewusstsein für Eigenverant­wortung wächst

Laut einer Studie von Axa Investment Managers Schweiz zum Wissenstand und zur Einstellung der Schweizer gegenüber der 2. Säule sei zumindest das Interesse zu Fragen rund um die Altersvorsorge gestiegen. 78 Prozent der Befragten geben an, sich grundsätzlich für das Thema Vorsorge zu interessieren. Dieser Wert sei der höchste, seit die Frage im Jahr 2013 in die Befragung aufgenommen wurde. Mit einem Anteil von 90 Prozent ist das Interesse unter aktiv Versicherten im Alter von 42 bis 65 Jahren am höchsten. Zudem gewinne die Säule 3a als Korrekturmassnahme zur Schliessung von Vorsorgelücken an Beliebtheit, wobei sich insgesamt ein klarer Trend zu mehr Eigenverantwortung zeige. Ratsam ist es, seine persönliche Vorsorgesituation unter die Lupe zu nehmen respektive von einem Experten analysieren zu lassen, um mit einer Schliessung etwaiger Vorsorgelücken entspannt Richtung Pension blicken zu können.