Gesundheit

100? Bald keine grosse Sache mehr

Von Lena Winther · 2019

Die Lebenserwartung in der Schweiz steigt weiter. Dies ist vor allem den Fortschritten in der Medizin zu verdanken, die nicht nur ein längeres, sondern zugleich auch gesünderes Leben ermöglicht.

Jedes Jahr aufs Neue werden sie vom Bundesamt für Statistik (BSF) veröffentlicht: aktuelle Zahlen zur durchschnittlichen Lebensdauer der Schweizer Bevölkerung. Und auch in diesem Jahr zeigte sich ein eindeutiger Trend, nämlich der, dass die Lebenserwartung weiter ansteigt. So werden im Jahr 2017 geborene Knaben durchschnittlich 81,4 Jahre alt, Mädchen 85,4.

Verbesserte Lebensqualität im Alter

Eine weitere gute Nachricht: Die Schweizer werden nicht nur immer älter, sondern bleiben in der Regel auch länger gesund. Laut Schweizerischer Gesundheitsbefragung 2017 hat sich die Lebensqualität bei guter Gesundheit ab 65 Jahren seit 1992 um über 2,6 Jahre verbessert und zwar bei beiden Geschlechtern. Dass das gesundheitliche Wohlbefinden vieler alter Menschen sich deutlich verbessert hat, liegt an einem gesünderen Lebensstil und vor allem dem medizinischen Fortschritt. Beispiel Herz-Kreislauf-Krankheiten. Hier ist ein deutlicher Rückgang der Sterblichkeit, insbesondere im hohen Alter, zu verzeichnen. Im Fall des akuten Herzinfarktes beispielsweise ist sie um die Hälfte zurückgegangen, weil Betroffene unter anderem in den vorhandenen Netzwerken sofort und zu jeder Tages- und Nachtzeit behandelt werden können. Darüber hinaus ermöglichen neue, schonende Operationsverfahren es Ärzten heutzutage, auch bei älteren Patienten Eingriffe durchzuführen.

100. Geburtstag verliert an Exklusivität

Kein Wunder also, könnte man sagen, dass von Generation zu Generation die Wahrscheinlichkeit wächst, zum runden Geburtstag mit zwei Nullen einzuladen. Während von den 1917 Geborenen nur 0,4 Prozent der Männer und 1,7 Prozent der Frauen dieses Alter erreichten, liegt bei der Generation 1967 der Anteil bei geschätzten vier bis elf Prozent. Und von den Neugeborenen mit Jahrgang 2017 werden voraussichtlich 15 Prozent der Knaben und 26 Prozent der Mädchen im Jahr 2117 einen runden Geburtstag feiern dürfen – voraussichtlich auch in bester, denn gleichaltriger Gesellschaft.